Messung der Qualität von Audio-Codecs
Messung der Qualität auf der Basis international standardisierter Testmethoden
Moderne Audiocodierverfahren mit Datenreduktion arbeiten in der Regel je nach Anwendung mit sehr unterschiedlichen Bitraten. Systembedingt ist die Reduzierung der Datenrate bei verlustbehafteten Verfahren mit einer direkt davon abhängigen Qualitätsbeeinträchtigung verbunden. Objektive Verfahren zur Messung der Audioqualität von speziellen Audiocodierverfahren oder Kaskadierketten (mehrfache Co-/Decodierung unter Verwendung gleicher oder unterschiedlicher Audiocodierverfahren innerhalb einer Übertragungskette) liefern bis heute, vor allem im Falle neuer Codierverfahren, keine ausreichend zuverlässigen Ergebnisse. Deshalb sind subjektive Messungen in Form von Hörtests, unterstützt von objektiven Messverfahren, für die Qualitätsbestimmung unumgänglich.
Zur subjektiven Messung der Qualität von Audiocodierverfahren und Kaskadierketten wurden zwei Testmethoden - Methode ITU-R BS.1116 und MUSHRA-Methode (ITU-R BS.1534) - international standardisiert, die seit einigen Jahren im Rundfunkbereich erfolgreich eingesetzt werden.


