Raumakustische Simulation zur Gestaltung von Aufnahme-, Regie- und Bearbeitungsräumen

Mit einer speziellen Simulationssoftware können die Fachleute des IRT die akustischen Anforderungen von Rundfunkproduktionsräumen genau berechnen.

So kann beispielsweise das Übertragungsmaß der vorgesehenen Regielautsprecher am geplanten Abhörort eines Regieraumes bestimmt werden. Falls das Ergebnis den Vorgaben innerhalb eines Toleranzbereiches nicht genügt, kann durch gezielte Maßnahmen (z.B. Variation der Lautsprecherposition, der Raumgeometrie oder der Wand- und Deckenabsorption) im Modell das Übertragungsmaß optimiert werden. Erst wenn alle raumakustischen Anforderungen erfüllt sind, wird das Raumkonzept des Rechenmodells zusammen mit Architekten und ausführenden Firmen realisiert.

Auralisation

Ein weiterer Vorteil der raumakustischen Simulation ist, dass im Modell die Impulsantworten unterschiedlicher Abhörorte berechnet werden können und somit der simulierte Raum „hörbar“ wird. Man kann also bereits aufgrund des Rechenmodells hören, wie eine bestimmte Aufnahme im geplanten Raum klingen wird – bevor dieser überhaupt gebaut ist. Dieses Vorgehen bezeichnet man als „Auralisation“.

In der praktischen Anwendung hat die raumakustische Simulation ihre Wirtschaftlichkeit bewiesen. Der anfängliche Mehraufwand in der Planungsphase rechnet sich, weil als Folge nur jene baulichen Maßnahmen umgesetzt werden, die zur Erfüllung der akustischen Vorgaben nötig sind.

Plenarvortrag gehalten auf der DAGA2010 in Berlin

"Simulation und Auralisierung kleiner Räume"

Referenzprojekte

  • BR Regie Studio 1
  • RBB Regie Sendesaal

Weitere Informationen zur IRT-Dienstleistung Auralisation virtueller Studios