Barrierefreies Fernsehen

DTV4All "Digital Television for All" ist ein europäisches Projekt. Vier öffentlich-rechtliche europäische Rundfunkanstalten, darunter der rbb, haben sich hier mit dem IRT und Partnern aus Technologie und Wissenschaft zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Die neuen technischen Möglichkeiten des Digitalen Fernsehens zu nutzen, um gehörlosen, schwerhörigen, blinden und sehbehinderten Menschen den Zugang zum Fernsehen zu erleichtern.

Gestaltungsvarianten von DVB-Untertiteln

Hochaufgelöstes Fernsehen (HDTV) und hybride TV-Empfänger ermöglichen verbesserte Darstellungsoptionen für den Bildschirm und Internet-Zugang per Knopfdruck. DVB-Untertitel und neuartige Textangebote sind optisch attraktiver und leichter bedienbar als der herkömmliche Videotext. Sie sind teilweise auch individuell in Größe und Farbe einstellbar.

Anders als bei den bekannten Videotextuntertiteln lassen sich diese Untertitel zeitgemäß und HD-kompatibel in unterschied-lichen Schrifttypen ohne „Pixelschrift“ und mit optisch angenehmen Hintergrundvarianten gestalten.

 

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Barrierefreier Teletext

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Ein Beispiel für ein attraktives barrierefreies Angebot ist der ARDText im Standard HbbTV. Er wurde für hybride Geräte, die neben dem herkömmlichen Fernsehen auch Inhalte über eine Internetverbindung empfangen können, entwickelt. Das Textangebot ist speziell auf die Belange sehbehinderter Menschen abgestimmt. Es wurde gemeinsam vom IRT, rbb und ARDText entwickelt und mit sehbehinderten Nutzern getestet. Eine Zoomfunktion und verschiedene Farbvarianten sollen auch Zuschauern mit Augenkrankheiten Zugang zu dem neuartigen Textangebot der ARD ermöglichen.

Gebärdensprachdolmetscher

Eine weitere Anwendung für hybride Fernsehgeräte mit Internetanschluss zeigt, wie man sich eine Fernsehsendung mit Gebärdensprachbegleitung "on demand" über das Internet auf den Fernsehbildschirm holen kann. Diese von IRT und rbb entwickelte prototypische Anwendung wurde mit gehörlosen Zuschauern getestet.

 

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"Clean Audio"-Verfahren

Ebenfalls neu ist die Anwendung des „Clean Audio“-Verfahrens. Dabei können zur besseren Verständlichkeit für Menschen mit Hörschäden komplexe Toninhalte vereinfacht werden. Beispielsweise lässt sich ein den Dialog beeinträchtigendes Hintergrundgeräusch oder als störend empfundene Hintergrundmusik im gewünschten Maß unterdrücken. Hierfür wurden bestehende Techniken für Clean Audio im IRT untersucht.

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Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Inf. FH Alexander Erk

Sachgebietsleiter

Tel. +49 (0)89 32399-282

E-Mail: erk @ irt.de