Mobile Broadcast mit DMB, DVB-H und DXB

Mobile Broadcast ermöglicht den Empfang von Rundfunk- und Multimediadiensten auf kleinen portablen Endgeräten wie Handys, Taschenfernsehern oder mobilen Radios. Unter diesen Oberbegriff fallen neben den existierenden digitalen Rundfunkübertragungssysteme DAB und DVB-T auch deren Erweiterungen DMB und DVB-H. Weiterhin zählen Mobilfunksysteme wie UMTS, die beispielsweise mit MBMS ebenfalls einen Rundfunkdienst für Mobiltelefone der dritten Generation anbieten können, zu diesem Bereich.
Insgesamt lassen sich heute vier Übertragungstechnologien für Mobile Broadcast unterscheiden, die Fachleute in Europa diskutieren:
- auf DAB basierende Systeme (zum Beispiel DMB, DXB, BT-Livetime)
- auf DVB-T basierende Systeme (zum Beispiel DVB-H)
Systemvergleich und Beratung
Das IRT beurteilt die unterschiedlichen Technologien von einem neutralen Standpunkt. Die Übertragungssysteme werden in Feldtests erprobt und hinsichtlich der Audio- und Videoqualität sowie der Transportprotokolle mit aktuellen und künftigen Empfangsgeräten getestet. Auf der Basis dieser Untersuchungen beraten wir unsere Kunden bei der Auswahl der jeweiligen technischen Option und sind bei Planung und Inbetriebnahme der Netzstruktur unterstützend tätig.
Mobile API
Mit der Mobile API-Technologie können zukünftig universelle Dienste vom Programmanbieter ins Endgerät übertragen und dort vom Konsumenten flexibel genutzt werden. Dies beinhaltet erweiterte Funktionalitäten wie beispielsweise die Aufnahme von gesendeten Beiträgen, die Verwaltung der Inhalte auf dem Empfangsgerät anhand von Metadaten und eine vollständige Interaktion mit den Programm- machern über einen Rückkanal. Das IRT untersucht in diesem Bereich derzeit unterschiedliche Verfahren, unter anderem MPEG-4 LASeR, MPEG-4 BIFS, JSR272 und DAB Middleware.
DXB - Digital eXtended Broadcasting

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte DXB-Projekt will die Harmonisierung der Standards DVB-H, DAB/DMB und MBMS erreichen. Damit soll die Fragmentierung des Marktes für Inhalte und Empfangsgeräte von Multimedia vermieden werden. Ziel ist, Rundfunkdienste und -inhalte über eine einheitliche IP-Schnittstelle über verschiedene Trägermedien zur Verfügung zu stellen, so dass auch die Generierung der Inhalte einheitlich erfolgen kann.
Das IRT entwickelt im Rahmen des DXB-Projektes optimierte Verfahren zur Aussendung von Audio- und Videodaten sowie einen verbesserten Fehlerschutz für einen robusten Empfang. Dabei bildet eine komplette DXB-Übertragungskette die Grundlage für Bitfehler- und Versorgungsmessungen sowie ein Testfeld für Demonstrationen.
Projekt MIFRIENDS
Das europäische Projekt MIFRIENDS (Mobiles, Interaktives Fernsehen, Radio, Interaktivität, Entertainment und Neue Digitale Services) wurde von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) initiiert und untersucht neue mobile Rundfunkangebote im lokal-regionalen Raum.
Das IRT unterstützt den Bayerischen Rundfunk sowie weitere Projektpartner bei der technologischen Realisierung des Projektes. So wurden im Rahmen der Demosite Munich FIFA 2006 Angebote über den Testsender des IRT in München ausgestrahlt.
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