Lautstärkeproblematik in Hörfunk und Fernsehen
Immer häufiger beschweren sich Rundfunkhörer und Fernsehzuschauer über störende Lautstärkeunterschiede bei Radio- und Fernsehprogrammen. Besonders auffällig und störend sind Lautstärkesprünge beim „Zappen“ durch verschiedene Hörfunk- oder Fernsehprogramme. Weiterhin treten Lautstärkeunterschiede innerhalb eines Programms auf, etwa beim Übergang von einem Filmdialog zu einem stark komprimierten Werbeblock. Dabei können die Lautstärkesprünge mehr als 10 dB betragen: die Lautstärke wird bei den Übergängen also bisweilen mehr als verdoppelt. Folgende Gründe lassen sich für die Lautstärkeunterschiede bei Radio- und Fernsehprogrammen anführen:
- Offensichtliche Missverständnisse in Bezug auf die Aussteuerung von Audio-Kanälen
- Einsatz sehr unterschiedlicher und teilweise nicht standardisierter Aussteuerungsmesser
- Kein standardisierter Studio-Lautstärkemesser verfügbar
- Übertragung von Archivmaterial (analog und digital) ohne individuelle Pegelanpassung an den betreffenden Übertragungskanal
Die Untersuchungen des IRT zu dieser Problematik haben sich in den vergangenen Jahren auf die Verifizierung bestehender Aussteuerungsempfehlungen des Rundfunks und die Entwicklung eines Studio-Lautstärkemessers konzentriert. Der Prototyp "PINGUIN" wird derzeit für 5.1 Mehrkanalton weiterentwickelt.


