Video- und Tonarchive

In den Archiven der Rundfunkanstalten lagern zeitgeschichtliche Dokumente von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Die Digitalisierung dieser Archive sowie die Einbindung des digitalen Materials in den Produktionsprozess stellen die Rundfunkanstalten vor neue Herausforderungen: einerseits müssen passende technische Lösungen entwickelt, andererseits muss auf die Wirtschaftlichkeit des Umstellungsprozesses geachtet werden.

Videoarchive

Flexible Schnittstellen spielen bei der Realisierung von Videoarchiven eine zentrale Rolle. Der Schlüssel für den universellen Austausch und die Anbindung von Archiven sind dabei geeignete Metadatenmodelle wie MXF und BMF.

Das IRT berät die Rundfunkanstalten bei der Auswahl von Speicherformaten, Speicherkonzepten und geeigneter Datenmodelle. Ferner unterstützen wir unsere Kunden bei der Entscheidung für Browsing- und Previewtools.

Weitere Informationen zu MXF und BMF

Integrierte Rechteauskunftssysteme

Das IRT beteiligt sich an Entwurf und Realisierung von Schnittstellen für Archiv- und Rechteauskunftsysteme. Mit Hilfe dieser Rechteampel- und Agentensysteme können Auskünfte zur jeweiligen Rechtesituation abgefragt werden. Ziel unserer Arbeiten ist dabei, einheitliche Zugänge zu unterschiedlichen Datenbankstrukturen zu schaffen.

Bandlose Akquisitionsformate im FS-Produktionsprozess

Die Einführung von bandlosen Aufzeichnungs- und Speichersystemen (Harddisk, optische Disk, Speicherkarten) eröffnet neue Möglichkeiten bei Erwerb und Produktion von Programminhalten. Im Mittelpunkt unserer Tätigkeit steht der uneingeschränkte Zugriff und Austausch von Programmmaterial und zugehöriger Begleitinformationen (Metadaten). Unsere Fachleute erarbeiten zusammen mit den Rundfunkanstalten die Anforderungen für die betriebliche Integration neuer bandloser Akquisitionssysteme in den Produktionsablauf. Die Erkenntnisse werden dabei auf internationaler Basis mit der EBU gesichert:

  • EBU R-14 User Requirements for non-tape-based camcorders for broadcast production
  • EBU Tech 3301 Metadata for non-tape-based camcorders for broadcast production

Weitere Informationen zum Content Management

Tonarchive

Herkömmliche Schallarchive auf der Basis von Einzeltonträgern sind personalintensiv und haben es damit schwer, sich den neuen Programmformen anzupassen. Außerdem ist eine kontinuierliche Qualitätskontrolle zur Bestandssicherung unter diesen Umständen nicht finanzierbar. Eine Lösung dieses Problems verspricht der Übergang vom Einzeltonträger zum „ewigen“ Datensatz, den Tonfiles, die auf Massenspeichern in Roboterarchiven abgelegt werden. Das ermöglicht sowohl eine automatische Bestandssicherung als auch eine intensivere Nutzung über die Einbindung des Schallarchivs ins digital vernetzte Funkhaus.

Bevor jedoch die Archivschätze für das Programm auf diese Weise nutzbar gemacht werden können, muss der enorme Aufwand der Überspielarbeit geleistet werden. Der gewaltige Umfang der zu digitalisierenden Tonarchive und der große Kostendruck zwingen zu einer Optimierung der Einspieleffizienz. Da üblicherweise die analogen Originaltonträger nach der Digitalisierung aus Kostengründen nicht weiter archiviert werden können, sind höchste Ansprüche an den Umkopiervorgang zu stellen. Überspielfehler müssen zuverlässig erkannt werden.

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Ihre Ansprechpartner

Dr. Markus Ludwig

Sachgebietsleiter

Tel. +49 (0)89 32399-321

E-Mail: ludwig @ irt.de