Cognitive Radio
Die weltweite Frequenznachfrage für neue Kommunikationstechnologien steigt und damit wächst auch der Druck auf etablierte Funkdienste. Bisher wurden Funkdienste, wie Rundfunk, Mobilfunk und Radaranwendungen vorwiegend exklusiv für ausgewiesene Frequenzbereiche zugeteilt. Obwohl nun beispielsweise die Rundfunkbänder weitgehend voll besetzt sind, gibt es doch systembedingt lokal freie Frequenzen, die sogenannten White Spaces. Künftig sollen intelligente Endgeräte, sogenannte Cognitive Radio Devices, in der Lage sein, am Standort festzustellen, ob lokale Frequenzen frei sind und diese dann für die Funkübertragung nutzen.
Ende 2008 hat die Regulierungsbehörde FCC in den USA nun erstmals Rundfunkfrequenzen für die Nutzung durch Cognitive Radio Devices freigegeben. Einerseits darf der Rundfunk nicht durch Cognitive Radio Devices beeinträchtigt werden, andererseits könnte aber auch das Spektrum z. B. für drahtlose Reportageanwendungen effektiver genutzt werden. Auch in Europa gibt es vielfältige Aktivitäten, die sich mit der Machbarkeit und den erforderlichen Randbedingungen auseinandersetzen.
Das IRT berät in Arbeitsgruppen der Regulierungsbehörden und forscht im Rahmen von Förderprojekten an Cognitive Radio.
