Interferenzminimierung
Die Einführung von LTE (Long Term Evolution) im UHF-Frequenzbereich kann zu Störungen beim Empfang von Digitalfernsehen über Antenne (DVB-T) und im Kabel (DVB-C) führen. Beim terrestrischen TV-Empfang beeinträchtigt die LTE-Technik mit sogenannten Außerband-Aussendungen und Verstärkerübersteuerungen die Fernsehübertragung sowohl im Gleichkanal als auch in Nachbarkanälen. Beim TV-Kabelempfang wird im Gleichkanal gestört, doch da das LTE-Signal eine Bandbreite von bis zu 20 MHz haben kann, werden unter Umständen mehrere Kabelkanäle gleichzeitig gestört. Störungen durch LTE zeigen sich als Streifen, kleine fehlerhafte Blöcke im Bild oder als totales Einfrieren des Bildes. Akustisch führen sie von Zwitschern bis zu einer Stummschaltung.
Das IRT hat das Störpotenzial von LTE eingehend untersucht und ausführliche Messungen mit unterschiedlichen Rundfunkempfängern durchgeführt. Mit Hilfe der Ergebnisse sollte es künftig bereits bei der Planung von DVB-T-Versorgungsnetzen möglich sein, die Störeinflüsse von LTE einfließen zu lassen. Ferner berät das IRT die Programmveranstalter, Netzbetreiber und Gerätehersteller hinsichtlich weiterführender Konzepte der Interferenzminimierung.


