07.12.2011 — IRT beteiligt sich an drei neuen internationalen Forschungsvorhaben
Im Herbst 2011 hat das Institut für Rundfunktechnik (IRT) die Arbeit in drei neuen europäischen Forschungsvorhaben aufgenommen, die von der Europäischen Kommission im Bereich „Networked Media Systems“ des 7. Forschungsrahmenprogramms unterstützt werden. Damit engagiert sich das IRT nun an derzeit 17 laufenden nationalen und internationalen Gemeinschaftsvorhaben. Die drei neuen Projekte sind:
HBB-NEXT
Unter der Koordination des Rundfunks Berlin Brandburg entwickelt HBB-NEXT Komponenten und Architekturen für eine neue Generation von Hybrid-TV Lösungen die eine noch engere Verknüpfung von Fernseh- und Internetinhalten ermöglichen. Aufbauend auf dem HbbTV-Standard, will das Projekt die Konvergenz der Fernseh- und Internetwelt weiter vorantreiben. Aus einer nutzerzentrischen Sicht sollen Fernsehanwendungen um verschiedene Aspekte bereichert werden, z.B. direkte Einbindung von sozialen Netzwerken, Mehrgerätezugriff, gruppenoptimierte Inhaltsempfehlungen oder die nahtlose und zeitsynchrone Kombination von Fernsehinhalten und Zusatzdiensten über das Internet. Die Ergebnisse werden der weiteren Akzeptanz von HbbTV dienen und in die Weiterentwicklung des Standards einfließen. Das IRT, als einer von neun Partnern im Konsortium, leitet das Projekt auf technisch-wissenschaftlicher Ebene und koordiniert den Austausch mit Standardisierungsorganisationen.
Weitere Informationen unter: www.hbb-next.eu
TOSCA-MP
Das F&E-Projekt TOSCA-MP zielt schwerpunktmäßig auf den Aspekt der Produktion von Medieninhalten sowie den damit verbundenen Herausforderungen an Workflows in modernen Rundfunkproduktionsumgebungen. Ziel ist es, zeitgemäße Werkzeuge für die automatische Merkmalsextraktion zur Verbesserung der Inhaltsbeschreibung von AV-Medien sowie für die Suche in verteilten Archiven zu entwickeln. Diesen Werkzeugen kommt bei der vernetzten Medienproduktion – insbesondere im Umfeld der Trimedialität von Fernsehen, Radio, und Online-Angeboten – eine zentrale Bedeutung zu. Das IRT tritt im Projekt als technisch-wissenschaftlicher Koordinator auf und befasst sich schwerpunktmäßig mit der Integration der Systemkomponenten. Diese wird in einem auf anerkannten Standards basierenden Framework gemäß SoA-Prinzipien (Service-oriented Architecture) umgesetzt.
Weitere Informationen unter: www.tosca-mp.eu
ROMEO
Das Projekt ROMEO befasst sich schwerpunktmäßig mit der synchronisierten Live-Verbreitung von 3D-Medienanhalten an mehre Nutzer, die sich auch an unterschiedlichen Orten aufhalten können. Die Gleichzeitigkeit des Medienerlebnisses ermöglicht es Benutzern gemeinsam Inhalte zu konsumieren und sich über Distanzen gleichzeitig dazu auszutauschen (Social TV). Für das IRT stehen im Projekt drei technische Schlüsselaspekte im Mittelpunkt: das Themenfeld der räumlichen Audiokodierung und -wiedergabe, die automatische Erkennung relevanter 3D-Bildinhalte (Visual Attention Modelling) sowie die synchronisierte hybride Verbreitung von Medieninhalten über verschiedene Verbreitungswege (z.B. DVB-T2 und P2P).
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