09.12.2010 — IRT-Symposium rückt Archive in den Mittelpunkt
Mehr als 170 Teilnehmer trotzen dem Wintereinbruch und folgten am 1. und 2. Dezember der Einladung zum IRT-Symposium “Vom Suchen und Finden in multimedialen Archiven der nächsten Generation“ nach München.
Dass Archive vom Ende der Prozesskette künftig in den Mittelpunkt der Produktion rücken müssen und dass Dokumentare die Metadaten-Veredler von morgen sind, davon berichtete eindrucksvoll der Einführungsvortrag von BR-Hörfunk-Produktionschef Ernst Dohlus. Anschließend präsentierten Experten aus Forschung und Wissenschaft neue Verfahren zur Optimierung von Arbeitsprozessen in audiovisuellen Archiven. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert derartige Methoden im Anwendungsszenario CONTENTUS des Theseus-Programms. Automatische Fehleranalyse, Objekterkennung und die Extraktion von Metadaten werden Archivare und Dokumentare nie gänzlich ersetzen, ihnen aber die tägliche Arbeit deutlich erleichtern, so das Fazit des 1. Tages.
Der 2. Tag stand ganz im Zeichen der Anwender. Referenten u. a. von ORF, BR, NDR und WDR mediagroup gaben einen praxisnahen Einblick in aktuelle Projekte und Workflows der Rundfunkhäuser. Damit verbunden war auch das positive Feedback an die Präsentatoren des Vortages, das sie in ihrer weiteren Forschungsarbeit bestärken sollte.
Der heftige Wintereinbruch hatte auch sein Gutes. Bot er doch die passende Winterkulisse für den Rundgang durch die vorweihnachtliche Münchner Altstadt und die Abendveranstaltung in der Nähe des Viktualienmarktes.
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