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Emmy für ITU-Empfehlung – IRT freut sich mit

Die Internationale Fernmeldeunion ITU hat am 12.1.2012 anlässlich der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas den renommierten Emmy Award in der Kategorie "Technology & Engineering" erhalten. Das Preiskomitee der amerikanischen Fernsehakademie NATAS (National Academy of Television Arts and Science) würdigt damit die intensive Bemühungen der ITU, die Messung der Lautheit von Tonsignalen in Hörfunk und Fernsehen zu standardisieren, um damit künftig die erheblichen Lautheitsunterschiede zwischen Programmen und Kanälen zu vermeiden. Im Siegerteam in Las Vegas vertreten war auch Christoph Dosch, Geschäftsfeldleiter für Förderprojekte am IRT, in seiner Funktion als Vorsitzender der ITU-Studienkommission für Rundfunkdienste.

Mit dem Emmy wird die richtungsweisende Arbeit an einem weltweiten Standard für die Lautheitsaussteuerung von Rundfunktonsignale als herausragende Ingenieursleistung ausgezeichnet. Auf Basis dieser Empfehlung soll beispielsweise in Deutschland ab der IFA 2012 auch der Fernsehton von öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehprogrammanbietern ausgesteuert werden. Störende Lautheitssprünge, wie sie heute zwischen Programm- und Werbebeiträgen auftreten können, gehören dann der Vergangenheit an.

Die ITU-R Empfehlung BS.1770 entstand über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren als Resultat der Forschungsarbeit von vielen internationalen Spezialisten, darunter Mitarbeitern von Dolby Laboratories in den USA, vom kanadischen Forschungsinstitut CRC, des Australischen Rundfunks, der EBU und des IRT.

Dazu Gerhard Spikofski, langjähriger Projektleiter zum Thema "Lautheit" am IRT: „Natürlich freuen wir uns darüber, dass mit der internationalen ITU-Empfehlung - und nicht zu vergessen der Arbeit der EBU-Projektgruppe P-LOUD - endlich der Durchbruch für die Einführung der lautheitsbezogenen Aussteuerung gelungen ist. Wir freuen uns insbesondere darüber, weil wir uns als Vorreiter der Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet sehen. Unabhängig von den Aktivitäten der ITU hat das IRT die aufwendigen Grundsatzuntersuchungen zur Entwicklung eines Lautheitsmessers im nationalen Alleingang „gestemmt" und 2004 bereits einen Broadcast-Lautheitsmesser vorgestellt und eingeführt. Kaum bekannt dürfte sein, dass dieser IRT-Lautheitsmesser einer der Bewerber der ITU-Studie war und seine Leistungsfähigkeit exakt so hoch eingestuft wurde wie der endgültig empfohlene Algorithmus. Es hätte sogar Argumente gegeben, den IRT-Algorithmus international zu standardisieren".

Mehr dazu:

ITU-News http://www.itu.int/en/themes/Pages/emmy.aspx

IRT-Themengebiet

http://www.irt.de/de/themengebiete/produktion/lautheit.html

 

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