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ImAc

Aktuelle technische Fortschritte haben Head-Mounted-Displays und 360°-Kameras zur Erfassung von immersiven Inhalten nun auch für Endverbraucher verfügbar gemacht. Diese Entwicklung bietet Programmanbietern neue Möglichkeiten deren Inhalte für den Konsumenten intensiver und interaktiver zu gestalten. Da die Inklusion im Rahmen des einheitlichen Europäischen digitalen Marktes eine hohe Priorität genießt, ist es hierbei wichtig diese neuen Medienangebote von Beginn an barrierefrei zu gestalten.

Immersive Accessibility (ImAc) untersucht wie die entsprechenden Zusatzangebote (Untertitel, Audio-Deskription, Audio-Untertitelung, Gebärdensprache) optimal in die neuen immersive Medien integriert werden können. Die wichtigsten Maßnahmen im Rahmen von ImAc bestehen darin, immersive Erfahrungen inklusiv zu gestalten, dabei auch verschiedene Sprachen zu berücksichtigen und auf die Bedürfnisse von Menschen mit Hör- und Sehschwierigkeiten, Lernschwierigkeiten und verschiedenen Alters zu reagieren. Im Projekt wird das Potential von 360° Video, in dem der Endnutzer nicht mehr an einer einzigen „Viewport“ gebunden ist, untersucht, mit dem Ziel, u.a. durch eine flexiblere Positionierung von Untertiteln und Audio Deskription, die Immersivität zu komplementieren.

Im ersten Projektjahr wurden die Endnutzeranforderungen zusammengetragen und darauf basierend erste Versionen der professionelle Redaktionssysteme sowie der Playersoftware entwickelt, die die neuen Features der Zusatzangebote unterstützen. Eine erste Reihe Nutzertests wurde durchgeführt deren Ergebnisse zur Verbesserung der Implementierungen genutzt werden. Im Herbst 2019 sind Nutzertests in großem Umfang geplant.

Der Koordinator des ImAc-Projekts ist i2CAT, ein gemeinnütziges Technologie- und Innovationsinstitut aus Barcelona. Zudem sind Vertreter der Endnutzer involviert (RNIB (Groß-Britannien) und UAB (Katalonien) sowie auch der professionelle Nutzer bzw. Diensteanbieter (öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten RBB (Deutschland) und CCMA (Katalonien)). Das Projekt läuft bis März 2020.

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