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Beyond HD

Frau vor zwei unterschiedlich großen Bildschirmen

Mehr Pixel, mehr Bilder, mehr Dynamik, mehr Farben. Ultra HD, das Fernsehen der Zukunft, will dies leisten. Das IRT befasst sich in diesem Zusammenhang intensiv mit technischen und Standardisierungsfragen.

Ultra HD steht nicht nur für die Erhöhung der Auflösung (4-fache HD-Auflösung), sondern auch für die Erweiterung des Farbraumes (Wider Color Gamut WCG), des Kontrastumfangs (Higher Dynamic Range HDR) und die Erhöhung der Bildwiederholfrequenz (Higher Frame Rate HFR), es geht somit um „nicht nur mehr, sondern auch bessere Pixel“. Diese Ansicht wird v.a. von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland und auch Europa vertreten. Aktuelle Fernsehgeräte für den Zuschauer unterstützen bereits einige Features von UHD (meist die erhöhte örtliche Auflösung), aber noch nicht als Gesamtpaket.

High Dynamic Range (HDR)

Wenn man von HDR spricht, geht es – einfach gesagt – um die Darstellung eines erweiterten Kontrastumfangs, welcher sich an den menschlichen Sehsinn annähert. Somit können beeindruckende und realistische Aufnahmen, wie sie aus dem Bereich der Fotografie schon bekannt sind, auch als Bewegtbild gezeigt werden. Bis vor einigen Jahren konnte dies weder von der Kameratechnik realisiert werden noch von den Wiedergabegeräten. Heutige, (v.a. digitale Film-) Kameras können den entsprechenden Blendenumfang (ca. 13-14 Blendenstufen) darstellen und bilden somit die Grundlage für HDR. Die neuen Displaytechnologien ermöglichen ebenfalls die Darstellung des erweiterten Dynamikumfangs um den Mehrwert auch zum Zuschauer zu bringen.

High Frame Rate (HFR)

Neben der örtlichen Auflösung (mehr Pixel pro Fläche) spielt im Fernsehen auch die Bewegungsauflösung (mehr Bilder pro Sekunde) eine große Rolle. Im Bereich Sport wird dies besonders deutlich, wenn die Kamera schwenkt – Details, welche durch eine höhere örtliche Auflösung eigentlich schärfer sind, verlieren an Schärfe durch die Kamerabewegung, sie „verschmieren“. Abhilfe kann einerseits durch eine Zwischenbildberechnung in den Endgeräten geschaffen werden, wie es auch heut vielen Flachbildschirmen gemacht wird, oder durch eine Erhöhung der Bilder bereits bei der Aufnahme. Eine erhöhte Bildwiederholfrequenz zieht aber auch eine höhere Bandbreite auf Seiten der Produktion und auch im Display-Prozessing mit sich. Das IRT hat sich erneut mit diesem Thema befasst und weitere Untersuchungen dazu durchgeführt.

Ihr Ansprechpartner

Sebastian Goossens
Sachgebietsleiter
Head of Department
Tel. +49 (0)89 32399-358