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Future Video

Neue Videoformate und Aspekte der Qualitäts­verbesserung – Schwerpunkte bilden neue Codecs sowie die Anforderungen an UltraHD.

Immersives Video verspricht komplett in das Geschehen vor dem Bildschirm oder mit Hilfe einer Datenbrillen einzutauchen. Technologien dafür sind Ultra HD, Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality. Das IRT befasst sich mit den künftigen Video-Displays und Formaten sowie mit den Anforderungen an die Produktionen und erarbeitet Empfehlungen für die Parameter und die Qualitätsverbesserung der gesamten Produktions- und Verbreitungskette. Schwerpunkte bilden neue Codecs sowie die Anforderungen für UltraHD.

UHD – Von der Kamera bis zum Display

UHD, das Fernsehen der Zukunft, verspricht mehr Pixel, mehr Bilder, mehr Dynamik, mehr Farben. Dabei geht es nicht allein nur um die Erhöhung der Auflösung (4-fache HD-Auflösung). Durch die Erweiterung des Farbraumes (Wide Color Gamut WCG), des Kontrastumfangs (High Dynamic Range HDR) sowie die Erhöhung der Bildwieder­holfrequenz (High Frame Rate HFR) kann eine bessere Qualität der Pixel erzielt werden. Aktuelle Fernsehgeräte für den Zuschauer unterstützen bereits, bis auf HFR, alle UHD-Features.

Zur Unterstützung des Rundfunkbereichs führt das IRT hinsichtlich der Zusammenstellung von UHD-Produktions- und Distributionsketten Untersuchungen durch. Dabei werden Handlungsoptionen und Mehrwerte von Einzelaspekten von UHD erfasst und bewertet sowie Empfehlungen hinsichtlich Produktions-, Mezzanine- und Distributions-Codecs (Broadcast und OTT) geeigneter Parametrisierungen gegeben. Des Weiteren werden für die Bedienung konventioneller HD-Verteilwege aus UHD-Produktionen und die Nutzung von HD-Material in UHD-Produktionen (z.B. Archivmaterial) Konversionsverfahren für die genannten Einzelaspekte von UHD untersucht und daraus Empfehlungen abgeleitet.

Objektbasiertes Video

Durch die zeitliche und inhaltliche Segmentierung von Videoinhalten werden einzelne Objekte einer Videoproduktion erfasst und auf diese Weise die (teil-)vollautomatisierte Aufbereitung für neue, meist mobile und kleinformatige Endgeräte ermöglicht, sowie Interaktionsmöglichkeiten mit einzelnen Objekten geschaffen.

Objekte können sowohl durch die Erfassung zeitlicher oder räumlicher Anordnungen von bspw. Vorder-/Hin­tergrund und Einblendungen in der Produktion, durch geeignete dreidimensionale Aufnahmetechniken, als auch durch die nachträgliche Analyse von Videoinhalten ermittelt werden. Vom Einsatz segmentierter Videos werden daher völlig neue Nutzungsmöglichkeiten in der Produktion sowie für die Darstellungsformen beim Zuschauer erwartet.

Im Rahmen der objekt-basierten Medienproduktion erarbeitet das IRT Lösungen auf Basis offener Standards und in enger Abstimmung mit Rundfunkanstalten und Standardisierungsgremien.

Codecs im Vergleich

Die technische Qualität der in der Produktionskette eingesetzten Encoder, Transcoder und Decoder nimmt an Bedeutung zu. Ebenso spielen die Effekte durch die Kaskadierung solcher Geräte eine immer größere Rolle.

Mit dem Ziel Rundfunkanstalten und Gerätehersteller darin zu unterstützen, einerseits auf den richtigen Techniktrend zu setzen und andererseits gewünschte technische Qualitätsniveaus effizient zu erreichen, untersucht und bewertet das IRT neue Codecs und erarbeitet Planungsparameter für Produktionsplattformen sowie die Programmausstrahlung.

In diesem Zusammenhang findet im IRT die Evaluierung von Codecs statt, die in der Akquise und der Produktion bevorzugt zum Einsatz kommen (AVCUltra, XAVC, etc.), sowie dem hocheffizienten Videocodierungsstandard High Efficiency Video Coding (HEVC), der insbesondere in Kontribution und Distribution Anwendung findet.

Testdienstleistungen

Hinsichtlich der Güte von Encoder, Transcoder, Converter, Decoder, Kaskadierung von Codecs sowie der Konformität zu Standards bietet das IRT Testdienstleistungen im eigenen Teststudio, mit (U)HD-Server für unkomprimiertes Video:

  • Distributions-Encoder-Tests hinsichtlich der Bildqualität von SDTV bis hin zu 2160p sowie der Videocodierungsstandards HEVC, H.264 und MPEG-2 (anonymer Vergleich bei Bedarf)
  • Konformitätstests hinsichtlich DVB-Signalisierungen
  • Kontributions-Encoder-Tests hinsichtlich deren Bildqualität in UHD, HD, SD sowie der Standards MPEG-2, H.264, H.265 und JPEG 2000
  • Konvertertests für Up-, Down- und Cross-Konvertierungen
  • Subjektive Tests durch Experts Viewing hinsichtlich geringerem Zeitaufwand und unter Verwendung aktueller Displays (bei Bedarf auch subjektive Tests nach ITU-R BT.500)
  • Objektive Tests durch die PSNR-Berechnung mit anschließender subjektiver Auswertung

Kundenspezifische Beratung hinsichtlich der optimalen Vorgehensweise bei Qualitäts­untersuchungen.

Displaytechnik

Als elektrooptische Schnittstelle zwischen Elektronik und Mensch nehmen Displays eine entscheidende Stellung in der gesamten Fernsehproduktion ein, was in den vergangenen Jahren zu einem Umbruch in der Welt der Displaytechnik geführt hat. Mittlerweile bieten alle Hersteller Flachdisplays für den professionellen Einsatz an, ebenso drängen High-end-Consumergeräte in den professionellen Markt und die Präsentation neuer Modelle erfolgt in immer kürzeren Abständen.
Um die Rundfunkanstalten gezielt beim Einsatz moderner Displaytechnik im Studio beraten zu können, verfolgt das IRT die Entwicklung auf dem Displaymarkt, führt verschiedene Messungen an Wiedergabegeräten durch (farbmetrische Messungen und Bewertung der Qualität von Wiedergabegeräten für das Fernsehen, Messung der Auflösungen, Messung der Geräuschentwicklung) und untersucht vor allem die Eignung von Flachdisplays im Produktionsumfeld (etwa als Referenz-, Kontroll- oder Beobachtungsmonitor).

Testdienstleistungen

Das IRT bietet das Testen von Displays auf die Einhaltung von Standards und technischen Anfor­de­rungen in den eigenen Testlaboren an. Unter anderem können folgende Parameter getestet werden:

  • Leuchtstärke und Farbtemperatur
  • Transferfunktion
  • Gleichmäßigkeit von Leuchtdichte und Farbe
  • Kontrastverhältnis und Schwarzpegel
  • Farbreproduktion
  • Verhalten des Kontrastverhältnisses, des Schwarzpegels sowie die Farbveränderung des Weiß­punkts, bei der Betrachtung aus verschiedenen Winkeln
  • Akustisches Rauschen
  • SDI-Schnittstelle

 

 

Ihr Ansprechpartner

Dagmar Driesnack
Projektleiterin
Project Manager
Tel. +49 (0)89 32399-447